Psychische Belastung spielt womöglich eine Rolle bei der Entstehung von Vorhofflimmern. Eine Studie aus den USA weist auf den Zusammenhang zwischen Burn-out-Syndrom und erstmaligem Auftreten eines Vorhofflimmerns hin. Burn-out-Patienten haben demnach ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, diese Herzrhythmusstörung zu entwickeln. Für die Kohortenstudie wurden die Daten von 11 445 zunächst herzgesunden Teilnehmern ausgewertet. Zu Studienbeginn waren die Teilnehmer zwischen 45 und 64 Jahre alt und hatten auf validierten Fragebögen Angaben zu vitaler Erschöpfung, Ärger, ihrem Gebrauch von Antidepressiva und fehlenden sozialen Bindungen gemacht. Vitale Erschöpfung wurde mit dem Vital Exhaustion Questionnaire (VEQ) gemessen, auf dem ein maximaler Score von 42 erreicht werden kann. Im Verlauf von 23 Jahren wurde bei 2 220 Teilnehmern erstmalig Vorhofflimmern festgestellt. Nach Berücksichtigung von Unterschieden in Alter, Geschlecht, Gewicht, Nikotingebrauch, Begleiterkrankungen und Medikation waren höhere VEQ-Scores mit einem höheren Flimmerrisiko verbunden. Bei den Patienten mit den höchsten VEQ-Werten (≥ 16) lag das Risiko für die Erstdiagnose eines Vorhofflimmerns um 20 Prozent höher als bei jenen mit den niedrigsten VEQ-Werten (≤ 4).