Schon Hippokrates, der griechische Arzt der Antike, erkannte, dass eine gesunde Ernährung wichtig für die Gesunderhaltung und Therapie von Erkrankungen ist. Von ihm stammt die Aussage: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Heutzutage gilt es auch in der modernen Medizin als belegt, dass eine gezielte Auswahl von Nahrungsmitteln den Verlauf vieler Krankheiten, zum Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, günstig beeinflussen kann. Die Ernährung hat auch einen Einfluss auf den Verlauf von chronischen Entzündungen. So kann eine antientzündliche Ernährungstherapie den Entzündungsprozess bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen reduzieren. Studien belegen dies (1). Den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen liegt ein Autoimmungeschehen zugrunde, bei dem es zu entzündlichen Reaktionen im Bereich der Gelenke kommt. Bei der multiplen Sklerose (MS) sind dies chronische Entzündungen an den Myelinhüllen der Nervenfasern des zentralen Nervensystems.