Die Ernährung in Deutschland ist in einigen Punkten besser beziehungsweise gesünder geworden, wie der 14. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zeigt. So wird mehr Gemüse verzehrt und mehr Mineralwasser, Kräuter- sowie Früchtetee getrunken, während der Konsum von Schweinefleisch und Alkohol gesunken ist. Allerdings ist der Verzehr von Käse, Rind-, Kalb- und Geflügelfleisch gestiegen, während der Verbrauch von Obst, Getreideerzeugnissen und frischen Kartoffeln zurückgegangen ist. Dieser Trend steht im Widerspruch zu einer pflanzenbetonten Ernährung, wie sie unter anderem von der DGE für eine vollwertige Ernährung empfohlen wird. Der Gemüsekonsum ist auf insgesamt 104 kg pro Person und Jahr gestiegen, dafür ist der Obstkonsum um 720 g pro Kopf und Jahr gesunken. Besonders betroffen von diesem Rückgang sind Äpfel, von denen jährlich durchschnittlich 1,4 kg weniger pro Person verzehrt wurden als im vorangegangenen Ernährungsbericht. Der Fleischverbrauch bleibt insgesamt weitgehend unverändert bei etwa 60 kg pro Kopf und Jahr. Es besteht also noch viel Veränderungs- und Verbesserungsbedarf bei der Ernährung in Deutschland. Dafür spricht auch die zunehmende Zahl übergewichtiger Bürger: Laut Ernährungsbericht sind mittlerweile knapp 60 % der Männer und rund 37 % der Frauen zwischen 18 und 65 Jahren übergewichtig. In der Gruppe der über 65-Jährigen haben sogar fast 70 % der Männer und rund 56 % der Frauen Übergewicht.

Quelle

Deutsche Gesellschaft für Ernährung. n.rpv.media/2bx