Ein Bestandteil der Aknetherapie sollte Ernährungsberatung sein, da die Ernährungsgewohnheiten Entstehung und Verlauf der Akne entscheidend beeinflussen können. Besonders kritisch sind Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index. Denn erhöhte Insulin- und IGF-1-Spiegel (Insulin-like growth factor 1) aktivieren unter anderem den Proteinkomplex mTORC1, was eine vermehrte Talgproduktion zur Folge hat. Für Aknepatienten ist es daher auch ratsam, auf mehrstündige Pausen zwischen den Mahlzeiten zu achten, um so die Insulin- und IGF-1-Spiegel zu senken. Milch und Milchprodukte sowie Sojaerzeugnisse wirken insulinotrop und aktivieren mTORC1 daher ebenfalls indirekt oder direkt. Gute pflanzliche Milchalternativen für Aknepatienten sind jene auf Basis von Erbsen, Hanf, Nüssen, Hafer oder auch Reis. Insgesamt wirkt sich der westliche Ernährungsstil mit viel Zucker, Weißmehl, Milchprodukten und mehrfach gesättigten Fetten negativ auf die Akne aus. Positiv wird die Akne hingegen von Omega-3-Fettsäuren beeinflusst. Eine frische, abwechslungsreiche, pflanzen­fokussierte Ernährung, wenig verarbeitete Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index und reichlich Omega-3-Fettsäuren gelten daher als empfehlenswert.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/38w