Dass die Ernährung einen Einfluss auf das Schlaganfallrisiko hat, ist bekannt. Eine große europäische Kohortenstudie hat nun erstmals unterschiedliche ernährungsbedingte Risikofaktoren für ischämische und hämorrhagische Schlaganfälle ausgemacht. Vier von fünf Schlaganfällen sind ischämisch, das heißt, sie entstehen durch die Verengung oder den Verschluss eines hirnversorgenden Blutgefäßes. Diese ischämischen Schlaganfälle werden auch Hirninfarkt genannt, während hämorrhagische Schlaganfälle, bei denen ein Blutgefäß im Gehirn platzt, auch als Hirnblutungen bekannt sind. Laut der Studie steigert der erhöhte Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch (über 50 g/Tag) das Risiko, einen ischämischen Schlaganfall zu erleiden. Besonders interessant: Dieser negative Effekt des Fleischkonsums konnte in der Studie durch Obst, Gemüse und eine vollkornreiche Kost ausgeglichen werden. Auch Nüsse, Käse und Molkereiprodukte haben wohl einen schützenden Effekt in puncto Hirninfarkt. Auf das Risiko für hämorrhagische Schlaganfälle scheinen diese Ernährungsfaktoren hingegen keinen Einfluss zu haben. Lediglich der Konsum von Eiern konnte mit einem erhöhten Risiko für Hirnblutungen in Verbindung gebracht werden – je 20 g/Tag stieg das Risiko laut Studie um den Faktor 1,25 an.