Der Zusammenhang von Nahrungsmitteln und Akne ist für Betroffene zwar von großem Interesse, es gibt jedoch nur ein geringes Angebot an doppelblinden, randomisiert-kontrollierten Studien zu diesem Thema. Entsprechend ranken sich auch einige Mythen um vermeintliche Trigger. Ein besonders bekanntes Beispiel dafür ist Schokolade, die angeblich Akne verschlimmern und Pickel hervorrufen soll. Nach aktueller Datenlage haben weder Schokolade noch Kaffee Einfluss auf das Hautbild. Als gesichert gilt hingegen, dass Ernährungsformen mit hohem Anteil hyperglykämischer Kohlenhydrate eine Akne verschlimmern. Dazu gehört beispielsweise die westliche Ernährung. Über das Hormon Insulin-like-Growth-Factor-1 (IGF1) kommt es durch die hohe glykämische Last zu einer direkten Aktivierung des Proteinkomplexes mTORC1 und einer Abschwächung der mTORC-Hemmung. Durch eine Reduktion der glykämischen Last lässt sich daher eine Besserung der Akne erreichen. Erhöhter Milchkonsum ist ebenfalls mit einem erhöhten Aknerisiko assoziiert, ein Unterschied zwischen Vollmilch und fettreduzierter Milch ist nicht belegt. Problematisch ist das Molkenprotein, da insulinotrope Aminosäuren aus Molke zu einer mTORC1-Aktivierung und somit Akneverschlechterung führen.