Zum Thema „Selbstständigkeit und eigene Praxis“ wollten wir aus erster Hand erfahren, wie es so ist, heutzutage eine Praxis neu zu gründen. Welche Erfahrungen machen Gründer, und was würden sie rückblickend vielleicht anders angehen? Um das herauszufinden, haben wir Heilpraktiker gesucht, die sich innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre mit einer eigenen Praxis selbstständig gemacht haben. Zwei waren bereit, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen, Steffen Winkler und Christiane Worbs.

Steffen Winkler: Dank Spezialisierung aus der Masse an Praxen hervorstechen

Ich bin Jahrgang 1972 und seit 17 Jahren in der Medizin tätig. Über die berufliche Tätigkeit im Rettungsdienst und bei der Bundeswehr, bei der ich zuletzt Sanitätsfeldwebel bei der Deutschen Marine war, kam ich aus Interesse an einer Weiterentwicklung auf die Idee, Heilpraktiker zu werden. Nach einer gründlichen Recherche über das gesetzliche Berufsbild wurde mir klar: Der Heilpraktiker ist Arzt, ohne Arzt zu sein. Dieser Verantwortung wollte ich mich stellen.
Ich habe von 2011 bis 2013 die Prüfungsvorbereitung zur Überprüfung für Heilpraktiker am Naturheilinstitut Hameln besucht, unter der Leitung von Fr. Suttmann. Die VHS Hameln Pyrmont ist der organisatorische Partner des Naturheilinstituts, insofern kann ich sagen, ich habe meinen Heilpraktiker an der VHS gemacht. Die Vorbereitung ist sehr intensiv und auf hohem Niveau. Auch Teilnehmern ohne medizinische Vorkenntnisse wird der Unterricht verständlich und ohne Dogmen oder Vorurteile vermittelt.