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Naturheilpraxis 06/2018

Epicondylitis – naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten des Tennisarms

Die Epicondylitis, bekannt unter der volkstümlichen Bezeichnung "Tennisarm" oder "Tennisellenbogen", betrifft nicht nur Tennisspieler, sondern viel häufiger Personen, die noch nie einen Tennisschläger in der Hand hatten. Zum Beispiel Büroarbeiter, Heim- oder Handwerker und Musiker.

Ein Beitrag von Susanne Rothörl
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Unter Epicondylitis versteht man schmerzhafte Zustände der Sehnenansätze von Muskeln, die an Knochenvorsprüngen in der unmittelbaren Nähe des Gelenkfortsatzes bzw. Gelenkkopfs (Condylus) entspringen – den sogenannten Epicondylen. Der Knochenvorsprung, Epicondylus, dient als Ursprung und Ansatz von Muskeln oder Bändern, die ein Gelenk stabilisieren bzw. beeinflussen. Epicondylitis zählt zu den Insertionstendopathien, Erkrankungen am Sehnenansatz.
Eine Insertionstendopathie kann prinzipiell an jedem knöchernen Muskelansatz entstehen. Zu den Prädilektionsstellen gehören die Unterarmextensoren, die am Epicondylus lateralis humeri entspringen, der Knochenvorwölbung auf der lateralen (äußeren) Seite des Oberarmknochens (Humerus): die Streckmuskeln des Handgelenks und der Finger, mit der Bezeichnung Epicondylitis lateralis humeri. Synonym dazu: Epicondylitis humeri radialis, Tennisellenbogen oder Tennisarm.
Zu unterscheiden ist eine andere Form der Epicondylitis am inneren Epicondylus des Oberarmknochens: die Epicondylitis humeri medialis – Synonym: Epicondylitis ulnaris humeri. Das ist der sogenannte „Golferellenbogen“ oder „Golferarm“, bei dem die Beuger des Handgelenks und der Finger betroffen sind.

Pathogenese

Die Überlastung der Muskeln am Unterarm, die für die Streckung des Handgelenks verantwortlich sind, führt zu einer mechanischen Überbeanspruchung mit Mikroläsionen am Epicondylus lateralis, dem Ansatz dieser Muskeln. Diese mikroskopisch kleinen Risse im Gewebe können letztendlich zu degenerativen Gewebeveränderungen der Sehnenansätze führen (intratendinöse Nekrosen). Gerade Sehne und Faserknorpel sind am anfälligsten für derartige Mikrotraumen. Es kommt zu schmerzhaften Verspannungen der Extensoren, die bis in das Handgelenk und auch in den Oberarm ausstrahlen können, verbunden mit heftigem Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens als Überlastungsreaktion der Sehne an ihrem ossären Ansatz. Teilweise kann eine lokale Schwellung im Ansatzbereich der Sehne auftreten, welche sich als druckdolent erweist.

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Naturheilpraxis 06/2018

Erschienen am 01. Juni 2018