Die Epicondylitis, bekannt unter der volkstümlichen Bezeichnung „Tennisarm“ oder „Tennisellenbogen“, betrifft nicht nur Tennisspieler, sondern viel häufiger Personen, die noch nie einen Tennisschläger in der Hand hatten. Zum Beispiel Büroarbeiter, Heim- oder Handwerker und Musiker.

Unter Epicondylitis versteht man schmerzhafte Zustände der Sehnenansätze von Muskeln, die an Knochenvorsprüngen in der unmittelbaren Nähe des Gelenkfortsatzes bzw. Gelenkkopfs (Condylus) entspringen – den sogenannten Epicondylen. Der Knochenvorsprung, Epicondylus, dient als Ursprung und Ansatz von Muskeln oder Bändern, die ein Gelenk stabilisieren bzw. beeinflussen. Epicondylitis zählt zu den Insertionstendopathien, Erkrankungen am Sehnenansatz.
Eine Insertionstendopathie kann prinzipiell an jedem knöchernen Muskelansatz entstehen. Zu den Prädilektionsstellen gehören die Unterarmextensoren, die am Epicondylus lateralis humeri entspringen, der Knochenvorwölbung auf der lateralen (äußeren) Seite des Oberarmknochens (Humerus): die Streckmuskeln des Handgelenks und der Finger, mit der Bezeichnung Epicondylitis lateralis humeri. Synonym dazu: Epicondylitis humeri radialis, Tennisellenbogen oder Tennisarm.
Zu unterscheiden ist eine andere Form der Epicondylitis am inneren Epicondylus des Oberarmknochens: die Epicondylitis humeri medialis – Synonym: Epicondylitis ulnaris humeri. Das ist der sogenannte „Golferellenbogen“ oder „Golferarm“, bei dem die Beuger des Handgelenks und der Finger betroffen sind.