Antioxidative Therapien wirken gleichzeitig antientzündlich, denn ein prooxidatives Milieu ist immer auch proentzündlich. Eine antientzündliche Therapie ist nicht nur bei klassisch entzündlichen Erkrankungen wie Arthritiden und Allergien indiziert, sondern neuen Forschungsergebnissen zufolge auch eine Therapieoption bei Depressionen und Migräne. Dieser Beitrag beschäftigt sich damit, wo, wann und warum Vitamin-C-Infusionen bei chronisch entzündlichen Erkrankungen angewendet werden können.

Wenn eine Entzündung mehr schadet als nutzt

Die Entzündung ist die wichtigste Reaktion des Organismus, um schädigenden Reizen zu begegnen und die Voraussetzungen für Reparaturvorgänge zu schaffen. Die ureigene Aufgabe der Entzündung ist folglich Heilung. Der Körper reagiert nicht nur auf äußere Reize wie Krankheitserreger oder Fremdstoffe mit Entzündung, sondern auch auf innere Störungen. Eine Entzündung ist also eine elementare und universelle Reaktion. Problematisch wird es, wenn sie mehr schadet als nutzt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die antioxidative Kapazität des Organismus zu schwach ist, um oxidativem Stress wirkungsvoll zu begegnen. Denn jede Entzündung ist mit der Generierung von reaktiven Sauerstoffverbindungen (ROS) verknüpft.