Erschöpfungssymptome wie Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Antriebslosigkeit, Muskelschwäche und geschwächte Immunabwehr können ihre Ursache in einer unzureichenden Energiebereitstellung auf zellulärer Ebene haben (1, 2). Da die Mitochondrien zentrale Bedeutung für die Energiegewinnung haben, ist ihre Dysfunktion ein wesentlicher Grund für einen Energiemangel (3).

Schätzungsweise 29 % der Erwachsenen in Deutschland leiden an Erschöpfung bzw. haben das Gefühl, gestresst oder ausgebrannt zu sein (4). Besonders Eltern leiden unter Dauerstress. Etwa 40 % der Eltern stehen (sehr) häufig unter Stress, und davon leiden 79 % regelmäßig an Erschöpfung bis hin zum Burn-out (5). Die Erschöpfung kann auch krankheitsbedingt sein, z. B. infolge von Krebs oder chronischen Erkrankungen, und wird in diesem Fall als Fatigue bezeichnet (6). 

Aktuelle Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen chronischer Erschöpfung und Störungen der Mitochondrienfunktion. Erkrankungen, die durch eine Fehlfunktion oder Schädigung der Mitochondrien verursacht werden, fasst man unter dem Begriff Mitochondriopathien zusammen. Diese werden in zwei Formen unterschieden: genetisch bedingte und erworbene (sekundäre). Zur Abgrenzung zu den genetisch bedingten Mitochondriopathien mit häufig schweren Verläufen wird die sekundäre Form unter dem Begriff mitochondriale Dysfunktion zusammengefasst (7).