Gewebeneubildungen im Unterleib gehören nach Myomen zu den zweithäufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Wissenschaftler aus den USA haben untersucht, welchen Einfluss der Verzehr von Obst und Gemüse auf das Endometriose-Risiko hat. Für die Studie wurden zwischen 1991 und 2013 die Daten von über 70 000 Frauen gesammelt und ausgewertet. Von diesen Frauen entwickelten rund 4 Prozent eine durch Bauchspiegelung diagnostizierte Endometriose. Dabei konnten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Zitrusfrüchten und der Entstehung einer Endometriose ausmachen: Studienteilnehmerinnen, die mindestens eine Portion Zitrusfrüchte am Tag konsumierten, hatten ein um 22 Prozent geringeres Risiko, eine Endometriose zu entwickeln, als Frauen, die weniger als eine Portion pro Woche aßen. Dieser Zusammenhang wird auf den Nährstoff β-Cryptoxanthin zurückgeführt, der vor allem in Orangen, Mandarinen, Karotten, Paprika und Kürbis vorkommt. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe von Vitamin A, das eine Rolle in der Prävention spielen könnte. Denn Frauen mit Endometriose haben meist geringere Vitamin-A-Werte als gesunde Frauen.