Schwerpunkt
Naturheilpraxis 01/2019

Endokrine Disruptoren

Und deren Auswirkungen auf die Gesundheit

Endokrine Disruptoren (ED) sind körperfremde Substanzen, die die normale Hormonaktivität beeinträchtigen können. Sie können z. B. natürliche Hormone hemmen oder imitieren und dabei wichtige Vorgänge im Organismus zu früh, zu spät oder gar nicht auslösen.

Ein Beitrag von Heike Lück-Knobloch
Lesezeit: ca. 10 Minuten
Kris Black / shutterstock.com

ED sind in Alltagsprodukten wie Spielzeug, Zahnbürsten oder Kosmetika enthalten, z. B. in Form synthetischer Konservierungsmittel wie Parabene. In Kunststoffverpackungen, medizinischen Produkten (Katheter, Schläuche) und Lebensmitteln finden sich ED ebenfalls. Auch in der Umwelt sind sie überall anzutreffen, u. a. in Form von Weichmachern (Phthalate), Bisphenol-A (BPA), Pestiziden wie dem Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT), Alkylphenolen wie Nonylphenol, dem Antiseptikum Triclosan, Kadmium, Arsen, Ethylenglykol, Flammschutzmitteln (Organobromverbindungen), Bestandteilen von Druckfarben, UV-Lichtschutzsubstanzen wie Benzophenon, Tributylzinn (TBT), Duftstoffen, polychlorierten Biphenylen (PCB), perfluorierten Tensiden (PFT), Verbrennungsprodukten (polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane) und polyaromatischen Kohlenwasserstoffen.
In der Luft kommen ED als flüchtige oder halbflüchtige Bestandteile in der Gasphase oder gebunden an Feinstaub vor.

Seit Juni 2018 gibt es eine neue verbindliche EU-Richtlinie zu hormonell wirksamen Substanzen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hält die Richtlinie jedoch für nicht streng genug und ist der Auffassung, dass es zu viele Schlupflöcher im Bewertungssystem gibt. Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen wie Greenpeace und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) sehen das ebenso und haben die Brüsseler Behörde schriftlich über ihre Bedenken informiert (1).

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 01/2019

Erschienen am 02. Januar 2019