Die Doppelbelastung durch Familie und Beruf bringt Mütter und Väter oft an ihre Grenzen – und nicht selten sogar an den Rand eines Burn-outs. Rund 40 Prozent der Eltern fühlen sich häufig oder sehr häufig gestresst, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ergeben hat. Über 1 000 Eltern von Kindern unter 18 Jahren wurden befragt. Als häufigste Stressauslöser wurden mit je 30 Prozent Konflikte in der Familie und die Arbeitsbelastung im Haushalt genannt. Das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen oder zu wollen, stresst 27 Prozent der Eltern – beispielsweise im Gruppenchat des Kindergartens, der Schulklasse oder auch im Familienchat. Jeder Dritte gab in der Umfrage zu, wegen des hohen Drucks schon einmal niedergeschlagen oder sogar depressiv gewesen zu sein. Nervosität, Gereiztheit, Schlafstörungen, Kopf-, Rücken- und Magenschmerzen aufgrund von Stress haben laut Umfrage alle Eltern schon einmal erlebt. Hält der Stress dauerhaft an, führt das bei vielen Eltern irgendwann zu Erschöpfung oder bis zum Burn-out. Die Befragten glauben laut Umfrage, dass mehr Zeit für sich selbst, höheres Kindergeld, flexiblere Arbeitszeiten und Homeoffice zur Stressreduktion beitragen könnten.