Wissenschaftler der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin in Chengdu kamen im Rahmen einer randomisierten klinischen Multicenter-Studie zu dem Ergebnis, dass Elektroakupunktur die Häufigkeit und Intensität von Schmerzattacken bei Angina Pectoris ergänzend zur medikamentösen Therapie signifikant verringern kann. 398 Patienten mit stabiler Angina Pectoris wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der DAM-Gruppe erhielten vier Wochen lang dreimal pro Woche für jeweils 30 Minuten eine Akupunkturbehandlung an Pe6 und He5. Diese Akupunkturpunkte sind bei Angina Pectoris indiziert. Bei Probanden, die der NAM-Gruppe zugeteilt wurden, wurden Lu9 und Lu6 behandelt. Es handelt sich um Akupunkturpunkte, die normalerweise bei Angina Pectoris nicht verwendet werden. Die Freiwilligen in der SA-Gruppe erhielten eine Akupunktur an sogenannten Sham-Punkten, also Punkten, die keine Akupunkturpunkte sind. In der Kontrollgruppe wurde keine Akupunktur ergänzend zur medikamentösen Therapie durchgeführt. Teilnehmer der DAM-Gruppe dokumentierten signifikant weniger Angina-Pectoris-Anfälle und geringere Schmerzen während dieser Attacken als Ergebnis der begleitenden Akupunktur. Auch in der NAM- und der SA-Gruppe wurden diese Effekte beobachtet, jedoch in geringerem Umfang als in der DAM-Gruppe. Dies könnte auf die Erwartungshaltung der Teilnehmer zurückzuführen sein. Autorin: Sabine Ritter