Eigentlich sollte man meinen, dass in einer Wohlstandsgesellschaft keine Mangelzustände auftreten. Doch das ist ein Irrtum. Eine Unterversorgung mit Mineralstoffen wie Eisen kommt häufiger vor, als man glaubt. Eisen ist Bestandteil der roten Blutkörperchen und damit von zentraler Bedeutung für den Sauerstofftransport im Blut.

Vor zweihundert Jahren schrieb der Dichter Ernst Moritz Arndt ein Gedicht, in dem Eisen eine zentrale Rolle spielt. Es beginnt mit den Zeilen: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte. Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte …“ In poetischer Weise wird hier das Eisen mit dem Lebenskampf in Verbindung gebracht. Und tatsächlich hängt dieses Metall – auch im menschlichen Körper – eng mit dem Thema Offensivität zusammen. Der berühmte Arzt des Mittelalters, Paracelsus, ordnete das Eisen dem Mars zu. Als Planet ist dieser äußerst eisenhaltig, weshalb er am Abendhimmel rötlich leuchtet. In der römischen Kultur galt Mars als Gott des Krieges. Auch hier ist der enge Zusammenhang erkennbar zwischen Eisen als Metall und Eisen als Symbol für Wehrhaftigkeit und Kampf.