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Naturheilpraxis 11/2019

Eisenmangel – mit und ohne Anämie

Der Eisenmangel ist v. a. in den Entwicklungsländern ein Problem, jedoch findet sich in Risikogruppen der westlichen Nationen, z. B. Kinder in der Wachstumsphase, Frauen und Vegetarier, häufig ein Eisenmangel – mit und ohne Anämie. Besonders letztere Variante ist häufig und wird weniger über die klassischen Anämiesymptome auffällig. Jedoch bleibt auch eine Unterversorgung mit Eisen und anderen wichtigen Spurenelementen nicht folgenlos.

Ein Beitrag von Raimund Felber
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Eisen ist mit einem Gesamtbestand von drei bis fünf Gramm das häufigste Spurenelement im menschlichen Körper und liegt in verschiedenen Oxidationsstufen zweiwertig (Fe2+) und dreiwertig (Fe3+) vor. Der Tagesbedarf wird zu 90 % durch Recycling von erythrozytenabbauenden Makrophagen gedeckt (ca. 20–30 mg), die dazu Ferritin oder Fe2+ ins Blut abgeben. Wenn die verbleibenden 10 % durch die enterale Aufnahme nicht gewährleistet sind, wird das Speichereisen langsam entleert (negative Eisenbilanz mit sinkendem Ferritin). Man unterteilt Funktions- und Speichereisen, ihr Verhältnis beträgt ca. 80/20.

Funktionseisen: Der Großteil des Gesamteisens (65–70 %) ist im Hämoglobin enthalten und nimmt als Fe2+ seine wichtigste Aufgabe, den Sauerstofftransport, wahr. Weitere 10 % finden sich in eisenhaltigen Enzymen und 3–5 % im Myoglobin.

Speichereisen: 20 % des Gesamteisens liegen als Ferritin/Hämosiderin in Leber, Milz, Knochenmark und im RES vor; ein kleiner Teil ist an Transferrin gekoppelt.

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Naturheilpraxis 11/2019

Erschienen am 04. November 2019