Panorama
Naturheilpraxis 05/2022

Eisenmangel ist keine Befindlichkeitsstörung

Lesezeit: ca. 1 Minute
BooDogz / shutterstock.com

Mit rund 1,2 Mio. Betroffenen zählt Eisenmangel zu den häufigsten Mangelerkrankungen weltweit. Doch fast doppelt so viele Menschen haben einen Eisenmangel ohne Anämie. Gerade in hochentwickelten Ländern und dem Trend zu vegetarischer und veganer Ernährung wird diese Entwicklung weiter zunehmen. Bei Eisenmangel holt sich der Körper das benötigte Eisen erst einmal aus seinen Eisenspeichern. Sind diese erschöpft, entwickelt sich eine Blutarmut, eine Eisenmangelanämie. Ein Speichereisenmangel wird kaum erkannt, denn die Symptome sind oft nur unspezifisch, wie z. B. Müdigkeit. Häufig werden sie als Befindlichkeitsstörung abgetan. Erkennen lässt sich der Eisenstatus am Serum-Ferritin-Wert. Liegt dieser über 35 µg/l, ist der Eisenspeicher gefüllt, bei unter 12 µg/l hingegen ist er komplett geleert. Doch bereits ein Wert unter 20-35 µg/l kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Neben Müdigkeit zählen dazu auch Konzentrationsschwäche, Haarausfall oder gar depressiven Verstimmungen. Studien belegen, dass bereits die Therapie eines leichten Eisenmangels nicht nur zu einer deutlichen Verbesserung der Befindlichkeit führen, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit deutlich steigern kann.

Quelle

Springer Medizin. n.rpv.media/4q6

Dieser Artikel ist erschienen in

Naturheilpraxis 05/2022

Aktuelle Ausgabe
Erschienen am 03. Mai 2022