Knapp eine halbe Million Menschen müssen pro Jahr in Deutschland wegen einer entgleisten Herzinsuffizienz ins Krankenhaus. Ein Bluttest auf Eisenmangel könnte zur Vorbeugung beitragen. Immerhin ist etwa die Hälfte der Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz von Eisenmangel betroffen und dauerhaft niedrige Eisenwerte können eine Herzinsuffizienz verstärken. Wie genau der Eisenstoffwechsel die Herzinsuffizienz beeinflusst, ist noch unklar. Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) empfehlen bei allen Patienten mit Verdacht auf eine chronische Herzinsuffizienz, den Eisenstatus regelmäßig zu überprüfen. Dabei sollten insbesondere das Serum-Ferritin (Speichereisen), der Transferrin-Wert (Transporteisen) und der Hämoglobin-Wert kontrolliert werden. Warnzeichen für einen Eisenmangel sind u. a. Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche. Häufige Ursachen für den Eisenmangel sind verstärkte Menstruationsblutungen, Mangelernährung bzw. nicht ausreichende Aufnahme aus der Nahrung und unbemerkte Blutungen im Magen-Darm-Trakt.

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DeutschesGesundheitsPortal. n.rpv.media/46u