Fachforum
Naturheilpraxis 11/2022

Einführung in die Mesotherapie

Die Mesotherapie macht sich die anatomischen Strukturen der Haut zunutze, passt die angewandten Wirkstoffe und das Injektionsschema an die Bedürfnisse des Patienten an und bietet somit eine sehr individuelle und effektive Methode zur Behandlung vielfältiger akuter wie auch chronischer Beschwerden.

Ein Beitrag von Isabelle Bourgett
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Entstanden ist die Mesotherapie ursprünglich in Frankreich. Dort wurde sie vom Arzt Michel Pistor entdeckt und weiterentwickelt. Er war bei der Behandlung eines tauben Schusters darauf eher zufällig gestoßen. Sein eigentliches Ziel war es, das Asthma des Patienten mit Procain zu lindern. Zwar blieb die Asthmabehandlung erfolglos, dafür konnte der Patient plötzlich wieder hören. Diese positive Nebenwirkung hielt zwar nur für kurze Zeit an und ließ sich nicht wiederholen, jedoch gab es den entscheidenden Impuls von einer systemischen Therapie auf eine lokale Anwendung zu wechseln. Rasch stelle Pistor fest, dass er mit gezielter Injektion direkt am Erkrankungsort vielfältige positive Reaktionen hervorrufen konnte. Einmal war es eine Verbesserung des Sehvermögens, bei einem anderen Patienten verbesserte sich das Gehörgangekzem.

Diese Erfolge motivierten ihn, das neu entdeckte Heilverfahren zu erproben und auszuarbeiten. Im Jahre 1958 folgte die erste Publikation, in der die Mesotherapie als neue und eigenständige Therapieform beschrieben und definiert wurde. Der Name leitet sich von den Zielstrukturen der Therapie ab. Pistor stellte fest, dass die neue Methode sich besonders gut bei vaskulären oder artikulären Pathologien eignet. Da diese Strukturen sich in der embryonalen Entwicklung aus dem „Mesoderm“ herausbilden, wurde die Methode fortan als Mesotherapie bezeichnet. Seitdem verbreitete sich die Behandlungsform weltweit und wurde von den internationalen Fachgesellschaften für Mesotherapie über die Zeit weiterentwickelt und verbreitet.

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