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Naturheilpraxis 10/2022

Einfach Wasser

Wasser trinken als Vitalitätsbooster

Trinken ist so selbstverständlich wie Atmen. Doch bemerken die meisten dessen Relevanz erst, wenn der Körper im Defizit ist. Als Therapeuten sehen wir häufig Patienten mit typischen Beschwerden in die Praxis kommen, die auf eine latente Dehydratation schließen lassen. Eine individuell angepasste Trinkmenge und das richtige Trink-Konzept wirken sich meist direkt auf Behandlungserfolg und Regeneration aus. Aber auch die Qualität des Trinkwassers scheint eine entscheidende Rolle zu spielen, wie jüngste Forschungsergebnisse zeigen.

Ein Beitrag von Dr. Lutz Graumann und Elke Freier
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Die Hydratation ist ein Schlüsselelement zur Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems. Dieses ist in hohem Maße von den Nährstoffen in unserem Blutkreislauf abhängig, und unser Blutkreislauf besteht hauptsächlich aus Wasser. Wenn wir nicht genügend Wasser an Bord haben, können die Nährstoffe nicht adäquat zu jedem Organsystem transportiert werden. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist auch für die Entgiftungswege sehr wichtig. Dazu zählen der Lymphabfluss und die Sicherstellung, dass wir Fremd- und Abfallstoffe beseitigen können. Dehydrierung dagegen kann zu Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, einer niedrigen Serotoninproduktion und Verdauungsproblemen (Verstopfung) beitragen. Die richtige Hydrierung ist für jedes Organsystem im Körper, einschließlich des Immunsystems, von wesentlicher Bedeutung.

Doch was bedeutet „richtige Hydrierung“ – quantitativ und qualitativ? Die Menge, die ausgeschieden wird, muss mindestens ersetzt werden. Idealerweise mit reinem Wasser. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zählen jedes ungesüßte Getränk sowie wasserreiche Lebensmittel zur täglichen Trinkmenge. Aber reines, möglichst noch naturbelassenes Wasser kann durch nichts adäquat ersetzt werden. Ein Blick auf die Konsumzahlen von 2020 zeichnet ein aktuelles Bild des durchschnittlichen Trinkverhaltens unserer Patienten: