Mein Augenmikroskop erweist sich als wertvolles Diagnostikum bei der Neuaufnahme von Patienten. Fehlt die Augendiagnostik einmal, empfinde ich dies als bedeutsamen Mangel. Die Methode vermittelt einen höchst individuellen Zugang. Die Ergebnisse beeinflussen den Therapieplan, und eine individuelle Prävention wird möglich.

Nach einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulausbildung habe ich viele Jahre im schulmedizinischen Umfeld gearbeitet. 2008 tat sich dann eine völlig neue Welt auf, durch den Unterricht in Augendiagnostik bei Werner Hemm: Es gibt Gruppen von Iriszeichen, die man den tradierten Konzepten von Konstitution und Disposition zuordnet; sie skizzieren Schwachstellen, an denen unter zu hoher Belastung die klinischen Symptome auftreten sollten. Und es gibt Diathesen, die uns zeigen, auf welche Art der Körper reagiert, die also funktionsbezogen sind. Konstitution, Dispositionen und Diathesen zeichnen ein Bild von der Entstehung potenzieller Erkrankungen. Frühere Entzündungen oder funktionelle Fehlreaktionen können via Fortleitung im Nervensystem Zeichen gesetzt haben, seien es Silberfäden, Reizradiären oder andere.