Fachforum
Naturheilpraxis 11/2019

Einblick, Ausblick, Überblick

Verschiedene Blickwinkel auf die Praxis der Augendiagnose – Teil 2: Erfahrungen aus 7 Jahren Praxisarbeit

Mein Augenmikroskop erweist sich als wertvolles Diagnostikum bei der Neuaufnahme von Patienten. Fehlt die Augendiagnostik einmal, empfinde ich dies als bedeutsamen Mangel. Die Methode vermittelt einen höchst individuellen Zugang. Die Ergebnisse beeinflussen den Therapieplan, und eine individuelle Prävention wird möglich.

Ein Beitrag von Gertraud Schmid
Lesezeit: ca. 6 Minuten

Nach einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulausbildung habe ich viele Jahre im schulmedizinischen Umfeld gearbeitet. 2008 tat sich dann eine völlig neue Welt auf, durch den Unterricht in Augendiagnostik bei Werner Hemm: Es gibt Gruppen von Iriszeichen, die man den tradierten Konzepten von Konstitution und Disposition zuordnet; sie skizzieren Schwachstellen, an denen unter zu hoher Belastung die klinischen Symptome auftreten sollten. Und es gibt Diathesen, die uns zeigen, auf welche Art der Körper reagiert, die also funktionsbezogen sind. Konstitution, Dispositionen und Diathesen zeichnen ein Bild von der Entstehung potenzieller Erkrankungen. Frühere Entzündungen oder funktionelle Fehlreaktionen können via Fortleitung im Nervensystem Zeichen gesetzt haben, seien es Silberfäden, Reizradiären oder andere.

Keine klinische Diagnose

Augendiagnostik ist Hinweisdiagnostik. Zeichen im Auge können der Manifestation einer Krankheit weit vorausgehen. Joachim Broy schrieb: „Von der Augendiagnose (sind) keine klinischen Diagnosen […] zu erwarten. Die augendiagnostische Betrachtungsweise (beruht) auf den zwei Säulen der Funktionsanalyse (und) der Systemanalyse. In der Systemanalyse sind insbesondere konstitutionelle und dispositionelle Aspekte vorrangig.“ (2, S. 33).

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Naturheilpraxis 11/2019

Erschienen am 04. November 2019