Hundebesitzer haben ein geringeres Risiko, nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall an einer kardiovaskulären Ursache zu sterben. Vor allem innerhalb des ersten Jahres nach dem kardiovaskulären Ereignis sind das Gesamtsterberisiko und die kardiovaskuläre Mortalität signifikant geringer als bei Patienten ohne Hund. Das zeigt eine schwedische Kohortenstudie, an der über 181 600 Patienten mit akutem Herzinfarkt und mehr als 154 600 Patienten mit akutem Schlaganfall beteiligt waren. Unter den Infarktpatienten hatten die Hundebesitzer ein 28 % geringeres Risiko, innerhalb eines Jahres nach dem Herzinfarkt zu sterben, als hundelose Patienten. Unter den Schlaganfallpatienten war das Sterberisiko innerhalb des ersten Jahres um 23 % reduziert, wenn Patienten einen Hund besaßen. In beiden Gruppen war dieser Effekt am deutlichsten bei allein lebenden Patienten und zeigte sich bei Besitzern größerer Hunde klarer als bei solchen mit Schoßhündchen. Die Forscher vermuten, dass sich die Hundebesitzer nach dem Ereignis mehr bewegten und dank ihrer tierischen Freunde seltener an depressiven Verstimmungen litten.