Eine amerikanische Studie zeigt: Schon zwanzig bis dreißig Minuten Aufenthalt im Grünen können den Stresslevel effektiv senken. Im Rahmen der Studie wurden Stadtbewohner aufgefordert, über einen Zeitraum von acht Wochen mindestens dreimal pro Woche wenigstens zehn Minuten bei Tageslicht in der Natur zu verbringen. Auf Internetnutzung, Telefonate, Gespräche und Lesen sollten sie in dieser Zeit verzichten. Zudem sollten sie sich nicht sportlich betätigen, spazieren gehen war jedoch erlaubt. Vor und nach diesem Aufenthalt sammelten die Forscher an vier Stichtagen Speichelproben, um den Gehalt des sogenannten Stresshormons Kortisol und der Alpha-Amylase zu bestimmen. Der Kortisolspiegel sank während der im Grünen verbrachten Zeit stärker, als dies aufgrund der Tageszeit zu erwarten war. Der größte Effekt wurde erzielt, wenn die Probanden zwanzig bis dreißig Minuten in der Natur verweilten, ein längerer Aufenthalt steigerte die Wirkung nicht mehr so deutlich. Wie die Zeit im Grünen genutzt wurde, hatte keinen Einfluss auf den Kortisolspiegel. Der Alpha-Amylase-Spiegel sank hingegen nur bei Probanden, die die Zeit zumindest teilweise aktiv genutzt hatten und nicht nur auf einer Bank saßen. Autorin: Sabine Ritter