Schwerpunkt
Naturheilpraxis 10/2020

Effektive Mikroorganismen

Wie wir sie für unsere Gesundheit nutzen können

Überall sind Mikroorganismen an Wandlungsprozessen beteiligt. In der Luft, im Wasser, im Boden, auf allen Oberflächen und in unserem Körper sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf des Lebens. Viele unserer neuzeitlichen Erfindungen stören das so wichtige mikrobielle Gleichgewicht. Der Einsatz effektiver Mikroorganismen (EM) kann in vielen Bereichen helfen, ein gestörtes Gleichgewicht wiederherzustellen.

Ein Beitrag von Sabine Helbig
Lesezeit: ca. 7 Minuten
Alena Ohneva / shutterstock.com

Das Mikrobiom reguliert im Körper u. a. die Verdauung und ist am Stoffwechselprozess beteiligt, hält Nerven und Gehirn sowie den Hormonhaushalt in Schwung. Bakterien und Viren sind im gesunden Menschen mit anderen Mikroben dynamisch im Gleichgewicht. Sie kommunizieren durch Biophotonen oder den Austausch von Informationen in Form von Eiweißen (RNS) beständig untereinander, sind sogar oft untrennbar vergesellschaftet. Dieses Gleichgewicht ist zum Beispiel bei einer Viruserkrankung gestört. Um es zu regulieren, können Bakterien helfen. Ein gesunder und ein kranker Mensch können die gleichen Bakterienarten in sich aufweisen. Die Bakterien aktivieren aber je nach vorliegenden Bedingungen, die sie im Wirt vorfinden, verschiedene Stoffwechselwege in sich und lösen damit unterschiedliche Wirkungen aus. Es können sich die Tore zur übermäßigen Vermehrung einer Spezies öffnen oder nicht. Unter anderem deswegen wird ein denselben Keimen ausgesetzter Mensch krank und der andere bleibt gesund. Entscheidend dafür ist das Milieu im Körper und auf der Haut. Dieses gestalten wir im Wesentlichen selbst mit unserer Ernährung, Lebensweise und der Pflege unserer Umgebung, zum Teil spielen natürlich auch Außenfaktoren aus der Umwelt eine große Rolle.

Was sind effektive Mikroorganismen?

In EM leben über 80 verschiedene Arten von aeroben und anaeroben Mikroorganismen in einem Gleichgewicht zusammen: Die einen Mikroorganismen leben von den Stoffwechselprodukten der anderen – eine sogenannte selbstreinigende Mischung. Hefen, Milchsäurebakterien, Aktinomyceten (aerob und anaerob), fermentaktive Pilzarten und Photosynthesebakterien bilden die größten Gruppen in EM. Der Großteil dieser Mikroorganismen wird auch bei der Lebensmittelherstellung verwendet, ist für Mensch und Umwelt förderlich und auch nicht gentechnisch verändert. Zusammen mit Zuckerrohrmelasse oder einer Nährlösung aus Biogetreide und Wasser wird die Urlösung oder auch Stammlösung bei gleichmäßiger Temperatur fermentiert. Nach dem mehrwöchigen Fermentationsprozess reift die Mikrobenmischung, bevor sie in den Handel kommt oder weiterverarbeitet wird (Abb. 1). Diese aufbauenden Mikroorganismen kommen sowohl in flüssiger Form als auch in Ton fermentiert und zu Keramik gebrannt zum Einsatz.

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Naturheilpraxis 10/2020

Erschienen am 01. Oktober 2020