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Naturheilpraxis 11/2021

Echinacea purpurea und Acerola

Ein starkes Duo für ein gut funktionierendes Immunsystem

Erkältungskrankheiten treten gehäuft in der kalten Jahreszeit auf und werden überwiegend durch Viren verursacht. Da Viren unter geringen Temperaturen länger außerhalb des Körpers leben können, nimmt das Risiko zu, sich mit diesen zu infizieren. Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem, wie ältere Menschen, oder Menschen, die sich einer Kortison- oder Chemotherapie unterziehen müssen, können vom Sonnenhut und der Acerola-Kirsche profitieren und damit ihren Abwehrstatus optimieren.

Ein Beitrag von Peter Schwarz
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Mr.Somchai Sukkasem / shutterstock.com

Bereits für die indigene Bevölkerung Nordamerikas war der Sonnenhut1 eine wichtige Heilpflanze. Sie verwendete ihn äußerlich bei Verbrennungen, schlecht heilenden Wunden und Lymphknotenschwellungen. Innerlich wurde der Sonnenhut von der indigenen Bevölkerung bei Schmerzen, etwa im Magen oder im Hals, Husten und fieberhaften Erkrankungen eingesetzt. Bei Zahnschmerzen sollte das Kauen der Wurzel zur Linderung beitragen. Sie verwendeten den Sonnenhut auch als Antidot bei Schlangenbissen und anderen Vergiftungen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Sonnenhut in Amerika wissenschaftlich untersucht und zur innerlichen Anwendung bei Harnwegsinfektionen empfohlen. Zunehmende Beachtung erfuhr die Heilpflanze jedoch wegen ihrer resistenzsteigernden und immunmodulierenden Eigenschaften. Von Amerika kam der Sonnenhut nach Europa und erfreute sich zunehmender Beliebtheit, sodass er kultiviert werden musste. Im Jahre 1938 stand das erste Purpursonnenhutpräparat für die Therapie zur Verfügung.

Von den insgesamt neun Echinacea-Arten kommen für die Phytotherapie drei wesentliche zum Tragen:

  • Echinacea purpurea (Purpursonnenhut)
  • Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut) und
  • Echinacea pallida (Blaßfarbener Sonnenhut)

Dabei ist bezüglich der Inhaltsstoffe die Echinacea purpurea der Favorit (Abb. 1 u. 2). Frischpflanzenpräparate enthalten gegenüber getrockneten Pflanzen einen viel höheren Gehalt an Wirkstoffen, welche zum Teil bei der Trocknung verlorengehen. Sie wirken zudem schneller und umfassender, da sie den gesamten Wirkstoffring der Pflanze enthalten. 1997 konnte gezeigt werden, dass der Echinacea-Frischpflanzensaft (Fa. Schoenenberger) im Vergleich zu anderen Präparaten große Mengen der wichtigen Cichoriensäure enthält. 2013 wurde erstmals durch eine kanadische Forschungsgruppe belegt, dass die frische Pflanze zehnmal besser gegen Viren wirkt als die getrocknete.

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Naturheilpraxis 11/2021

Erschienen am 02. November 2021