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Naturheilpraxis 12/2019

Durchblutungsstörungen aus ganzheitlicher Sicht

Der Einsatz von Ginkgo ist eine übliche Therapievariante zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, diese können aber aus einem Mangel- oder aus einemVöllezustand resultieren. Durch die differenzierte naturheilkundliche Betrachtung der Ursachen lassen sich spezifische Arzneimittel finden, mit denen sich die feinen Unterschiede im Krankheitsgeschehen ganzheitlich therapieren lassen.

Ein Beitrag von Michael Schünemann
Lesezeit: ca. 13 Minuten
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Laut Pschyrembel bedeutet „Durchblutungsstörung“ mangelnde Durchblutung eines Gefäßbezirkes mit den Zeichen der Ischämie. Diese Definition ist zwar einerseits eindeutig und auf den Punkt gebracht, andererseits aber auch unvollständig. Weshalb? Ganz einfach: Der Begriff der Durchblutung wird nicht erklärt. Außerdem suggeriert die Beschreibung einen Mangel durch Unterversorgung, also einen verminderten arteriellen Zustrom. Der Begriff der Blutverteilungsstörung ist hierbei nicht einmal angedacht.

Aus dieser Sicht der Dinge erklärt sich auch die zurzeit praktizierte Therapie. Denn egal, ob ein Therapeut mit Ginkgo vermeintlich naturheilkundlich oder mit Pentoxifyllin allopathisch arbeitet, behandelt er nur einen Mangelzustand. Eine Arznei gegen Völlezustände existiert offiziell nicht. So bleibt die Möglichkeit einer Überblutung unberücksichtigt, obwohl plethorale, kongestive oder hyperämische Zustände durchaus bekannt sind. Oft werden Durchblutungsstörungen mit einem Ginkgo-xy-Präparat erfolglos therapiert, denn die Beschwerden bestehen weiterhin oder nehmen sogar zu. Dann hilft es auch nicht, mit Ginkgo-xy-forte nachzusetzen. Hier muss die Art der Durchblutungsstörung eruiert und gezielt behandelt werden. Erwin Schünemann: „Nur weil hinten nichts rauskommt, kann man ja nicht sagen, dass vorne nichts reinkommt!“.

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Naturheilpraxis 12/2019

Erschienen am 02. Dezember 2019