Fachforum
Naturheilpraxis 07/2018

Die vegetabilisierten Metalle

Vegetabilisiertes Silizium

Silizium ist ein Halbmetall und ein essenzielles Spurenelement für unseren Körper, insbesondere für schnell wachsende Zellen wie Haut, Haare und Nägel. Es unterstützt unter anderem die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, sowie den Aufbau des Bindegewebes und ist für die Knochenbildung von Bedeutung. In der Natur kommt Silizium stets in Verbindung mit Sauerstoff vor, als Siliziumdioxid. Dessen Säure ist die für unsere Gesundheit wichtige Kieselsäure.

Ein Beitrag von Natalie Rosenhauer von Löwensprung
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Natalie Rosenhauer von Löwensprung

Die Arzneimittelkomposition Equisetum arvense Silicea cultum ist das einzige der vegetabilisierten Metalle, das durch die Verbindung eines Nichtmetalls mit einer Pflanze entsteht: durch Düngung des Ackerschachtelhalmes mit Quarz. Es handelt sich um eine der vier ersten Entwicklungen aus der Zeit von Rudolf Steiner.

Kieselsäure

Silizium ist neben Sauerstoff das Element, von dem mengenmäßig am meisten in unserer Erdkruste enthalten ist. Rudolf Steiner wies in seinen landwirtschaftlichen Kursen darauf hin, dass Kieselsäure für den Erdorganismus eine wichtige Funktion im Hüll- und Stützprozess innehat, so wie im pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus auch: In der Erdrinde bildet sie eine mineralische Hülle um den dynamischen Wärmekern der Erde.

Bei den quarzhaltigen Kristallen zeigen sich zwei weitere prägnante Merkmale der Kieselsäure: zum einen ausgeprägte Formkräfte, welche die Gestalt der Kristalle ganz klar strukturieren. Zum anderen zeigen sie durchweg eine gute Lichtdurchlässigkeit – diesen Bezug der Kieselsäure zu Struktur und Licht finden wir auch bei den Siliziumprozessen in Pflanzen, Menschen und Tieren. Neben der völligen Verfestigung zu Kristallen kann Silizium in Verbindung mit Wasser Kolloide bilden. Auf der Ebene der Minerale entstehen so z. B. Achate, Opale oder Feuersteine. Dieser Kolloidprozess spielt im menschlichen Organismus eine bedeutende Rolle im Bindegewebssystem, nach meiner Vermutung sogar bis hinein in das Matrixsystem. Neben dem Bindegewebe sind die Augen stark kieselsäuregeprägt: Steiner spricht hier von „differenzierendem Organisieren“ der Wahrnehmung, letztlich auch eine Transformation der Lichtkräfte über die Augen zu inneren Bildern im Bewusstsein. Auch die Haut als Schutz- und Sinneshülle ist ein großer Ansatzpunkt.

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Naturheilpraxis 07/2018

Erschienen am 02. Juli 2018