Schwerpunkt
Naturheilpraxis 01/2020

Die überhitzte und unterkühlte Leber

Therapie mit Komplexmitteln

In der Naturheilkunde kennt man die Begriffe der überhitzten und unterkühlten Leber, die der Humoralpathologie entstammen. Mit beiden Tendenzen hängen typische Symptomkomplexe zusammen. Anhand von zwei Patientenbeispielen soll ein Therapieansatz mittels der Verwendung von Komplexmitteln aufgezeigt werden.

Ein Beitrag von Kai Schabel
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Mit 1 500 bis 2 000 g Gewicht ist die Leber das größte Stoffwechselorgan unseres Körpers. Sie ist, lapidar gesagt, eine Hepatozyten-Masse, die vielfältige Aufgaben übernimmt. Betrachtet man die Hauptaufgaben der Leber, wie Kohlenhydrat-, Fett- und Zuckerstoffwechsel, Entgiftung und Gallenproduktion, wird man sich schnell der Notwendigkeit einer guten Organfunktion bewusst, ist diese doch systemisch von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus dient die Leber zur Ausscheidung von Blutbestandteilen und zur Synthese von Gerinnungsfaktoren und Glukose. Außerdem speichert und sezerniert sie Stoffe wie Lipoproteine, Kohlenhydrate, Lipide, Vitamine und Mineralien und hat eine wichtige immunologische Rolle.

Die Leber liegt zum größten Teil im rechten Oberbauch und besteht aus zwei Hauptlappen, von denen der rechte nochmals in zwei Lappen unterteilt werden kann. Durch ihre anatomische Anheftung am Zwerchfell folgt sie diesem in Ein- und Ausatmung. Die Leber empfängt das Blut aus den Verdauungsprozessen über die Vena portae hepatis, die etwa auf Höhe von LWK 2 durch das Ligamentum hepatoduodenale verlaufend die Leberpforte erreicht. Auf diesem Weg bekommt sie das Blut aus dem gastrointestinalen Trakt und der Milz und verarbeitet oder entfernt daraus gefährliche Giftstoffe, Bakterien oder Parasiten, bevor diese in den Kreislauf geraten können. Ebenso über die Pfortader gelangen die Abbauprodukte der roten Blutzellen aus der Milz zur Leber sowie das Blut aus dem Pankreas, dessen Hormone den Blutzuckerspiegel regulieren.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 01/2020

Erschienen am 02. Januar 2020