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Naturheilpraxis 09/2018

Die Therapie des Endocannabinoid-Systems bei Autoimmunerkrankungen

Eine ursächliche Therapie von Autoimmunerkrankungen sollte die Regulationsstörungen des Abwehrsystems beheben. Einen neuen therapeutischen Ansatzpunkt hierfür liefert das Endocannabinoid-System. Es kann mit Wirkstoffen aus der Hanfpflanze und mit einem gesunden Lebensstil günstig beeinflusst werden

Ein Beitrag von Sebastian Vigl
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Erst vor ungefähr 55 Jahren gelang dem Cannabis-Forscher Raphael Mechoulam die Isolierung der Cannabis-Wirkstoffe, der sogenannten Cannabinoide. Bei deren pharmakologischer Untersuchung entdeckte er ein unbekanntes Steuersystem im menschlichen Körper: das Endocannabinoid-System.
Dieses besteht aus verschiedenen Rezeptoren und entsprechenden Botenstoffen, Endocannabinoide genannt. Die bekanntesten Rezeptoren heißen Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) und Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2) und finden sich beinahe überall im Körper. Das Zusammenwirken von Endocannabinoiden und Cannabinoid-Rezeptoren reguliert viele physiologische Prozesse im Körper.

Die Funktion des Endocannabinoid-Systems liegt in der Feinabstimmung innerer Abläufe, in der Wahrung der Homöostase. Es ist unter anderem beteiligt an der Regulierung von Appetit, Stimmungslage, Schlaf, Schwangerschaft, Schmerzwahrnehmung, Gedächtnisleistung, Angstreaktion, Darmaktivität und Knochenwachstum. Auch viele Immunzellen verfügen über CB2-Rezeptoren und sind somit für die regulierenden Eigenschaften der Endocannabinoide empfänglich.

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Naturheilpraxis 09/2018

Erschienen am 01. September 2018