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Naturheilpraxis 03/2019

Die Schwarze Johannisbeere – Knospenkraft bei Allergien

Noch ist der medizinische Nutzen von Knospen nicht so bekannt wie derjenige von anderen Pflanzenteilen. Die Schwarze Johannisbeere hat jedoch das Potenzial, als wirksame Soforthilfe zur Bekanntheit der Gemmopräparate unter Heuschnupfen-Patienten beizutragen.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
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Sabine Ritter

Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) gehört zu den Stachelbeergewächsen (Grossulariaceae). Ihre schwarzen Beeren, die traubenförmig an kurzen Stängeln hängen, werden aufgrund ihres eigentümlichen, süßen Geschmacks und ihres hohen Gehalts an Vitamin C nicht nur als Obst geschätzt. Hildegard von Bingen empfahl sie bereits zur Behandlung von Rheuma und Gicht. Heutzutage nutzt man auch die Blätter des Strauchs unterstützend in der Begleittherapie dieser Erkrankungen. Ferner wirken die Blätter antiallergisch. Bei Infektanfälligkeit können Direktsäfte der Schwarzen Johannisbeere das Immunsystem stärken. Außerdem können die Beeren akute Infekte der Atemwege lindern, da sie trockene Schleimhäute befeuchten. Sie wirken vasoprotektiv und regen die Erythropoese an, sodass sie auch Patienten mit Anämie empfohlen werden können. Da sie ähnlich wie die Blätter einen diuretischen Effekt haben, senken sie den Blutdruck. Auf diese Weise können sie allerdings die Wirkung von ACE-Hemmern, Sartanen und Diuretika sowie Antihypertensiva verstärken (1, 2).

Das Wirkungsspektrum der Knospen ähnelt demjenigen von Blättern und Früchten (s. Tab. 1). Auch sie wirken unter anderem antiviral, diuretisch, antiinflammatorisch und antiallergisch. Da die Zubereitungen der Knospen als sogenannte Gemmopräparate in Form von Tropfen oder Sprays im Handel verfügbar sind, sind sie für Heuschnupfen-Patienten eine interessante Alternative zum Tee. Aufgrund ihres geringeren Alkoholgehalts werden sie auch gegenüber einer Tinktur bevorzugt. Spray und Tropfen sind ideale Darreichungsformen für unterwegs, die bei Bedarf als Soforthilfe anwendbar sind. Auch Kinder akzeptieren sowohl das Spray als auch die Tropfen, da die Mazerate angenehm schmecken (1–3).

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Naturheilpraxis 03/2019

Erschienen am 01. März 2019