Panorama
Naturheilpraxis 09/2022

Die positive Wirkung körperlicher Arbeit

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Nicht nur Gedächtnistraining hält unser Gehirn fit. Leichte körperliche Arbeit hat ebenfalls eine positive Wirkung. Forschende des DZNE um Dr. Dr. Ahmad Aziz konnten zeigen, dass bei körperlich aktiven Menschen bestimmte Bereiche des Gehirns größer sind als bei weniger aktiven Personen. Dafür nutzte das Team Ergebnisse einer groß angelegten, bevölkerungsbasierten Studie des DZNE und analysierte die Daten von 2 550 Teilnehmern zwischen 30 und 94 Jahren zur körperlichen Aktivität. Zusätzlich lieferten mittels Magnetresonanztomografie (MRT) erstellte Aufnahmen des Gehirns Informationen zu Gehirnvolumen und Dicke der Hirnrinde. „Wir konnten zeigen, dass sich körperliche Aktivität in nahezu allen untersuchten Hirnregionen deutlich bemerkbar machte. Prinzipiell kann man sagen: Je höher und intensiver die körperliche Aktivität, umso größer waren die Hirnregionen, entweder in Bezug auf das Volumen oder auf die Dicke des Kortex“, resümiert Fabienne Fox, Neurowissenschaftlerin und Erstautorin der aktuellen Studie. Vor allem bei Menschen über 70 Jahren fiel die körperliche Aktivität besonders ins Gewicht, verzeichneten diese doch die größte Volumenzunahme. Auch junge sowie eher sportliche Teilnehmer, die sich moderat bis intensiv bewegten, hatten relativ große Hirnvolumina. Zudem zeigten bioinformatische Analysen eine große Schnittmenge zwischen Genen, deren Expression durch körperliche Aktivität beeinflusst wird, und jenen, die durch neurodegenerative Erkrankungen beeinflusst werden. Dies sei eine mögliche Erklärung, warum körperliche Aktivität eine neuroprotektive Wirkung hat.

Quelle

Informationsdienst Wissenschaft. n.rpv.media/57r

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