Krebsforum
Naturheilpraxis 06/2021

Die Mistel in der Krebstherapie

Die klinische Krebstherapie ist für Patienten meist sehr belastend. Darum suchen Betroffene häufig eine komplementärmedizinische Begleit- oder Nachbehandlung. Auch die Rezidivprophylaxe ist ein Anlass zur ganzheitlichen Therapie.

Ein Gespräch mit Dr. med. Simon Feldhaus
Lesezeit: ca. 8 Minuten
Volodymyr Nikitenko / shutterstock.com

Neben anderen naturheilkundlichen Methoden hat insbesondere die Misteltherapie seit Jahrzehnten einen hohen Stellwert in der Krebstherapie. Darüber haben wir mit dem Arzt und Heilpraktiker Simon Feldhaus gesprochen.

Herr Dr. Feldhaus, wenn man sich Ihre Vita anschaut, dann hat man den Eindruck, dass der konventionelle Mediziner und der Naturheilkundler in Ihnen gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Vereinen Sie in sich, was viele Patienten sich wünschen: Schulmedizin und Naturheilkunde arbeiten zusammen?

Tatsächlich setze ich im Praxisalltag beide „Seiten“ ein, die „klassische“ Schulmedizin und die Komplementärmedizin. Neben meiner Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin habe ich gleichzeitig eine Ausbildung in Komplementärmedizin gemacht und bin hier in der Schweiz ein absoluter Exot, da ich gleichzeitig als Arzt wie auch als Heilpraktiker anerkannt bin.

Gerade im Bereich der Onkologie erlebe ich diesen integrativen Ansatz als optimal, vor allem auch anhand der Rückmeldungen der Patienten. Ziel muss ja sein, für jeden Fall das optimale Ergebnis zu erreichen. Die komplementäre Seite setzt den Patienten und seine Ressourcen ins Zentrum mit dem Ziel, die Nebenwirkungen der onkologischen Therapie zu reduzieren und das Immunsystem in Richtung Krebsabwehr zu modulieren. Weiterhin ist die psychische oder auch feinstoffliche Seite ein wichtiger Behandlungsaspekt.