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Naturheilpraxis 01/2022

Die Lunge – Rhythmusgeber, Controller, Qi- und Blutbeweger

Atem und Lunge in der TCM

Die Lunge ist das Zang-Organ mit dem unmittelbarsten Kontakt zur Umwelt. Damit ist sie in starkem Maße äußeren pathogenen Faktoren ausgesetzt. Der Schutz gegen Angriffe erfolgt über das Wei-Qi (Abwehr-Qi), das tagsüber an der Oberfläche in der Haut und der Muskulatur zirkuliert. In der Nacht zieht es sich in die Yin-Organe zurück.

Ein Beitrag von Dr. Martina Bögel-Witt
Lesezeit: ca. 9 Minuten
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Die Lunge gilt als das sensible Organ. Sie besitzt unter den Yin-Organen (Zang) die „Position“ des Premierministers und erfüllt herrschende, kontrollierende und regulierende Funktion.

Die Lunge herrscht über das Qi und die Atmung. Sie verteilt das Qi an alle Organe und den ganzen Körper. Eine weitere Verteilungsfunktion der Lunge betrifft die Körperflüssigkeiten. Die feinen Flüssigkeiten gehen an die Oberfläche bzw. Haut, die dichteren Flüssigkeiten werden im Körper verteilt. Die Lunge regiert auch die Meridiane und Blutgefäße. Ein gutes Lungen-Qi zu haben, bedeutet eine gute Durchblutung und warme Extremitäten.

Das Lungen-Qi ist nach unten zu den Nieren gerichtet. Ist das Absteigen des Lungen-Qi behindert, kommt es durch die aufsteigende Richtung zu Husten, Dyspnoe und Asthma. Durch die gestörte Verteilungsfunktion kann auch die Verteilung der Körperflüssigkeiten beeinträchtigt sein, was sich in der Bildung von Ödemen bemerkbar macht.

„DerMenscherhältseinQivonHimmelundErde“ (1). Das bedeutet, dasQi des Himmels stammt von der Lunge, das Qi der Erde von der Milz.

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Naturheilpraxis 01/2022

Erschienen am 04. Januar 2022