Die Darstellung der Homöopathie in den Medien ist häufig einseitig. Mit polarisierenden Überschriften wird Stimmung gemacht: „Hokuspokus – Geld weg! Heiler, Gurus, Scharlatane – der seltsame Boom der Alternativmedizin“, „Warum nicht einfach aufhören, Zuckerkügelchen zu verschreiben?“.

In vielen Beiträgen wird ein unsachliches und polarisierendes Meinungsbild präsentiert. So mancher Journalist stellt nicht nur die Homöopathie, sondern auch die gesamte Integrative Medizin infrage. Darüber sprach Andreas Domes, Präsident der Fakom e. V., mit Christoph Trapp, dem Sprecher des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie e. V. 

Herr Trapp, wie beurteilen Sie als langjähriger Journalist die Berichterstattung über die Homöopathie in großen Medien?

Aus meiner Sicht schaden solche Beiträge dem Journalismus generell. Hier werden Meinungen des Autors oder der Redaktion als kritischer Journalismus verpackt und im gleichen Zuge die Leserinnen und Leser manipuliert. Der Autor verlässt seinen Standort als Beobachter und wird bei einem solchen Beitrag zum Beteiligten. Dies ist aber für die Leser nicht zu erkennen. Ein anderes Beispiel ist die TAZ. Auch hier agierte neulich eine federführende Skeptikerin als Hauptperson der Story, und zwar als Ärztin, nicht als Sprecherin der Anti-Homöopathie-Kampagne. Als der Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes homöopathischer Ärzte sich als Interviewpartner ins Spiel brachte, hieß es von Seiten der TAZ, man würde Lobbygruppen keinen Raum geben. Hier wird deutlich mit ungleichen Methoden gemessen und die Redaktion stellt sich auf eine Seite.