Unspezifische Verdauungsstörungen betreffen zwischen 14,5 und 27,5 % der europäischen Bevölkerung (1). Wenn keine organische Ursache gefunden werden kann, spricht man von funktionellen dyspeptischen Beschwerden. Diese äußern sich häufig in Form von Völlegefühl, Magendrücken, Aufstoßen und Übelkeit. In den letzten Jahren sind in der Gastroenterologie Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Dysbiosen des Darmmikrobioms verstärkt in den Fokus des Interesses gerückt. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass insbesondere Beschwerden nach fetthaltigem Essen typisch für eine unzureichende Gallenfunktion sind.

Besonders rechtsseitige Oberbauchschmerzen sind ein typisches Symptom für Erkrankungen der Gallenwege. Bei funktionellen Störungen des Gallensystems kann Frischpflanzenextrakt von Artischockenblättern helfen, der zum Beispiel in Hepacyn (Fa. Quiris) enthalten ist.

Die Galle – wichtig für die Verdauung

Bereits in der Antike war die Galle als Teil der Humoralpathologie zentraler Aspekt des medizinischen Verständnisses. In der sogenannten Viersäftelehre unterschied man neben Blut und Schleim in gelbe Galle und schwarze Galle. Der Mensch galt als gesund, wenn sich diese vier Säfte im Gleichgewicht befanden. Ein Überschuss an gelber Galle wurde dabei mit Zorn in Verbindung gebracht, ein Überschuss an schwarzer Galle mit Melancholie.