Panorama
Naturheilpraxis 12/2022

Die einzigartige Anpassungsfähigkeit unserer Dünndarmflora

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Die Darmflora des Dünndarms ist bislang deutlich weniger erforscht als die des Dickdarms. Forscher der Universität Bern haben diese nun bei Krebspatienten mit künstlichem Darmausgang mit modernster Sequenzierungsmethoden untersucht und herausgefunden, dass die Bakterien des Dünndarms in der Lage sind, dynamisch auf unseren Ernährungszustand zu reagieren.

Während die bakterielle Besiedelung des Dickdarms im Laufe unseres Lebens relativ stabil bleibt und mittels Stuhlprobe untersucht werden kann, war die Untersuchung des Dünndarms deutlich schwerer. Die Untersuchungen am künstlichen Darmausgang der Patienten ermöglichten nun direkten Zugriff. Hierbei konnten die Forscher beobachten, dass die Bakterien des Dünndarms verschwinden, wenn während der Nacht keine Nahrung zugeführt wird, und dass sie mit dem Frühstück am Morgen wieder auftauchen. Trotz dieser Schwankungen sterben die Bakterien jedoch nie ganz aus. Da auch nachgewiesen werden konnte, dass die Darmflora in diesem Darmbereich für Menschen mit künstlichem Darmausgang und solche ohne gleichermaßen repräsentativ ist, stellt diese Methode eine einfache Weise zur Erforschung der Dünndarmflora dar, die in Zukunft hoffentlich Aufschluss für die Entstehung von Darmkrankheiten wie Zöliakie oder Morbus Crohn gibt.

Quelle

BDH. n.rpv.media/5fs

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