Krebsforum
Naturheilpraxis 03/2022

Die Christrose: botanisches Phänomen mit therapeutischem Potenzial

Helleborus niger in der komplementären Krebstherapie

Sie ist eine wirklich erstaunliche Pflanze: Während die Natur ringsum ihren "Winterschlaf" hält, steht die Christrose mitten in ihrer Blüte. Die immergrüne Pflanze mit dem botanischen Namen Helleborus niger trotzt Kälte und Dunkelheit: Ihre Blütezeit reicht von Dezember bis Februar, sie wird daher auch "Schneerose" genannt. Mit dieser starken Lebens- und Widerstandskraft sowie ihrer leuchtenden, aufrechten Blüte ist die Christrose in trister, grauer Zeit eine echte Mutmacherin.

Ein Beitrag von Daniela Mackert
Lesezeit: ca. 3 Minuten
Corinna Spitzbarth

Doch nicht nur das macht sie zu etwas Besonderem: Die unter Naturschutz stehende Wildform kennt keine Hektik: Sie bildet erst nach etwa 4 Jahren ihre erste und dann jährlich meist nur eine einzige Blüte aus. Auch hier beeindruckt die Christrose mit ihrer Lebenskraft, denn sie erreicht in Höhenlagen von bis zu 2.000 Metern ein stolzes Alter von rund 20 Jahren. Christrosenblüten verwelken nicht: Sie werden zu grünem Laub und schützen die heranwachsenden Früchte.

Die Christrose stammt ursprünglich aus den östlichen Kalkalpen, bevorzugt halbschattige Buchen(misch)wälder und verfügt über ein ausgeprägtes Wurzelwerk. Diesem dunklen Rhizom und dem beißenden Geruch des zerriebenen Wurzelstocks verdankt die Wildpflanze auch einen weiteren Namen: „Schwarze Nieswurz“, denn das gemahlene Rhizom wurde einst als Niespulver verwendet.

Heilkraft in Wildform

Die Wildform der Christrose enthält ein breites Spektrum an Wirkstoffen, welche sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene aktiv werden. Eine der pharmakologisch aktiven Substanzen ist das Steroidhormon beta-Ecdyson, dem psychosomatische Effekte sowie eine zytotoxische Wirkung zugeschrieben werden, während beispielsweise Steroidsaponine verstärkten Einfluss auf die körperliche Ebene haben und antiödematös sowie entzündungshemmend wirken.

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Naturheilpraxis 03/2022

Erschienen am 01. März 2022