Fachforum
Naturheilpraxis 11/2018

Die Behandlung der Ischialgie mit ihren verschiedenen Gesichtern

Teil 1

Das diesjährige Therapeutentreffen der DGKH in Bad Wimpfen galt dem großen Thema der neurologischen Erkrankungen. Auch der Studienarbeitskreis Stuttgart unter der Leitung von Gerd Aronowski präsentierte das Thema Ischialgie mit verschiedenen Fallbeispielen und den hier publizierten Top Ten der am häufigsten angezeigten Ischialgie-Mittel.

Ein Beitrag von Sibylle Rupp
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Begriffsbestimmung der Ischialgie

Die Ischialgie, auch Ischiassyndrom oder kurz Ischias genannt – früher auch Cotugno-Syndrom oder (nervöses) Hüftweh –, bezeichnet Schmerzen in einem Teil des Versorgungsgebietes des Nervus ischiadicus. Streng genommen handelt es sich aber um das Areal einer spinalen Nervenwurzel – fast immer L5 oder S1, wobei L5 den fünften und letzten lumbalen Spinalnerv und S1 den darunterliegenden ersten sakralen Spinalnerv meint.

Lumbago, der landläufige Hexenschuss, ist dagegen ein reiner Rückenschmerz ohne Ausstrahlung in die Beine. Eine Kombination aus Lumbago und Ischialgie wird als Lumboischialgie bezeichnet.

Die Ischialgie wird meist durch Kompression der Nervenwurzel verursacht, zum Beispiel durch Heraustreten von Bandscheibengewebe über ein bestimmtes Niveau (Bandscheibenprotrusion oder Diskusprolaps/Bandscheibenvorfall), bei fortschreitender Zermürbung (Degeneration) der Bandscheibe. Auch knöcherne Ausziehungen an den Wirbelkörpern (Spondylophyten) infolge einer Osteochondrose können die Nervenwurzeln irritieren und so zur Ischialgie führen. Ebenso können das Piriformis-Syndrom, aber auch raumgreifende Tumoren oder Herpes Zoster entlang der Nervenbahnen zu ähnlicher Symptomatik führen.

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Naturheilpraxis 11/2018

Erschienen am 02. November 2018