Allergien verlaufen meist chronisch und fortschreitend. Das bedeutet: Ohne die richtige Behandlung verschlimmern sie sich stetig. Häufig beginnt die „Allergiekarriere“ Betroffener bereits im Kindesalter, meist in Form eines atopischen Ekzems und/oder einer primären Nahrungsmittelallergie.

Allergien stellen besonders in den modernen Ländern ein großes gesundheitliches und gesundheitsökonomisches Problem dar. Allein in Deutschland sind rund 30 Millionen Menschen betroffen – mit steigender Tendenz. Zur Häufigkeit von IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien liegen nur wenige Daten vor. Basierend auf doppelblinden, placebokontrollierten Nahrungsmittelprovokationen leiden 4,7 % der Erwachsenen und 4,2 % der Kinder an einer Nahrungsmittelallergie vom Soforttyp. Der Leidensdruck für Betroffene ist relativ hoch, denn Nahrungsmittelallergien mindern nicht nur die Leistungsfähigkeit des Einzelnen, sondern schränken auch dessen Lebensqualität signifikant ein. Zudem scheint die Prävalenz gerade in den letzten Jahren fast explosionsartig anzusteigen. Umso notwendiger erscheint eine umfassende Diagnostik mit individualisierten Therapieansätzen.