Eine finnische Studie zeigt: Diäten machen nicht schlank, sondern sie begünstigen eher eine Gewichtszunahme. Für die Studie wurden Daten von zwei großen finnischen Gesundheitsuntersuchungen aus den Jahren 2000 und 2011 genutzt. Dafür wurden unter anderem Körpergewicht und Taillenumfang gemessen, der Body-Mass-Index (BMI) erfasst und mithilfe eines Fragebogens Diätversuche sowie Gewichtsschwankungen der Personen aufgezeichnet. Analysiert wurden die Daten von knapp 2 800 Personen, die zwischen 30 und 60 Jahre alt waren. Davon hielt bei der ersten Befragung rund ein Drittel eine Diät. Etwas mehr als ein Viertel gab an, während des vorausgegangenen Jahrs erfolgreich abgenommen zu haben. Elf Jahre später hatten jene Personen, die bei der ersten Befragung Diät gehalten hatten, mehr zugenommen und wiesen einen höheren Taillenumfang auf als diejenigen ohne Diät. Auch die Personen, die vor der ersten Befragung abgenommen hatten, wogen nach elf Jahren deutlich mehr. Ihr BMI war um 1,52 Einheiten gestiegen, der BMI von Teilnehmern ohne Gewichtsschwankung im Jahr vor der ersten Untersuchung hingegen um 0,65. Vor allem normalgewichtige Personen, die Diätversuche starteten, nahmen in der Folge deutlich zu.