Unsere kleinen Babys kommen als Traglinge auf diese Welt. Alles, was sie auf ihrem Weg zum freien Laufen durchleben, hat seinen Sinn. Man kann die Entwicklung der ersten 12 bis 18 Lebensmonate mit Recht als Fundament der sensomotorischen Entwicklung bezeichnen. Und ein Fundament sollte immer stabil und sicher sein. Hier besprechen wir die Besonderheiten des zwölften und dreizehnten Lebensmonats am Beispiel der kleinen Marina.

Breitbeinig und wackelig, aber auf zwei BeinenMonika Bauer
Breitbeinig und wackelig, aber auf zwei Beinen

Irgendwann zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat ist das Baby bereit, auf zwei Beinen ohne jede weitere Unterstützung allein loszulaufen. Die lange Trainingsphase für die Fußstabilität, das Gleichgewicht und die Körperkoordination ist zu Ende. Das Baby richtet sich immer wieder mitten im Raum aus der tiefen Hocke auf und balanciert sein Gewicht auf den Füßchen aus. Anfangs gelingt das nur für kurze Zeit. Meist fällt es sehr schnell wieder um und landet auf dem Windelpopo, manchmal auch vorn auf den Händen. Unermüdlich wird geübt. Viele Babys sind jetzt sehr unzufrieden. Sie stehen an der Schwelle zu einem wirklich wichtigen Entwicklungsschritt: dem menschlichen Gang. Sie sind ungeduldig, neugierig und ängstlich zugleich. Das macht sie für einige Tage bis Wochen ziemlich unleidlich.