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Naturheilpraxis 06/2022

Der Wermut – eine wertvolle Heilpflanze bei Appetitlosigkeit

Wermut ist eine alte, sehr geschätzte Heilpflanze, welche seit jeher bei Verdauungsbeschwerden zur Anwendung kam. Insbesondere bei älteren Menschen, welche von einem Versiegen der Magensaftproduktion betroffen sind und so unter Appetitlosigkeit leiden, kann Wermut durch seine, die Verdauungssäfte anregende, Wirkung eine wertvolle Hilfe sein.

Ein Beitrag von Peter Schwarz
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Der Wermut (Artemisia absinthium L.), zur Familie der Korbblütler – synonym Compositae respektive Asteraceae – gehörend, wird bis zu einem Meter hoch und besitzt einen stark verzweigten Stängel. Die Blätter sind dreifach fiederspaltig und graugrün gefärbt. Die Stängel und Blätter sind mit silbergrauen Härchen versehen. Die Blüten des Wermuts sind gelb gefärbt und haben ein kugeliges Aussehen. Wermut blüht von Juli bis September. Er kommt in trockenen Gebieten in Europa, Asien und Nordafrika vor und wächst an Wegrändern, auf Felshängen und Ödland. Der Wermut gehört zu den Bitterstoffen oder Amara und ist nahe verwandt zum Beifuß (Artemisia vulgaris) und zur Eberraute (Artemisia abrotanum).

Der Name Artemisia leitet sich von der griechischen Jagdgöttin Artemis ab. Wermut wurde in der Antike gegen Gelbsucht, Vergiftungen, Augenleiden und Menstruationsbeschwerden verwendet. Im Mittelalter diente er vor allem als magenstärkendes, verdauungsförderndes Mittel. Als klassischer Bitterstoff verkörpert Wermut die weit verbreitete Meinung, dass eine wirksame Arznei bitter schmecken müsse. Vonseiten der Volksmedizin wurde ein Tee aus Wermutkraut zur Verdauungsförderung, bei Blähungen, Leberleiden, Blutarmut, zu schwacher und unregelmäßiger Menstruation sowie bei Wurmbefall getrunken.

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Naturheilpraxis 06/2022

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Erschienen am 01. Juni 2022