Fachforum
Naturheilpraxis 08/2020

Der Schock – viel mehr als ein Kreislaufproblem

Im Volksmund versteht man unter einem Schock meistens einen erheblichen Schreck, z. B. durch eine schlechte Nachricht, ein überraschendes Geschehen oder das Erleben einer schlimmen Situation als direkt Betroffener oder Zuschauer. Die medizinische Definition des Schocks ist eine gänzlich andere.

Ein Beitrag von Thomas M. Thust
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Der notfallmedizinisch definierte Schock ist eine lebensbedrohliche bis tödliche, systemische Störung der Makro- und Mikrozirkulation mit nachfolgendem Sauerstoff- und Energiemangel. Davon abgegrenzt wird das posttraumatische Belastungssyndrom, welches durch Erleben einer psychisch traumatisierenden Erfahrung ausgelöst wird und in der Folge zu psychischen Funktionsstörungen wie akuten und chronischen Angststörungen, Schlafstörungen und sogar Depressionen führen kann. Ebenso vom Schock abgrenzt werden muss die vasovagale Synkope, eine kurzfristige akute Hypotonie und Bradykardie, die einen temporären Bewusstseinsverlust erzeugt. Synkopen müssen zwar notfallmedizinisch abgeklärt werden, eine unmittelbare Lebensgefahr besteht jedoch meist nicht.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns als Übersichtsarbeit mit dem Schock, der durch zahlreiche physische Schädigungsmechanismen ausgelöst wird. Für eine falladäquate lebensrettende Erstbehandlung ist ein tieferes Verständnis der im Schock ablaufenden pathophysiologischen Mechanismen zwingend erforderlich. In weiteren folgenden Artikeln gehe ich dann differenziert auf die leitlinienbasierte Diagnostik und Therapie einzelner Schockarten ein.

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Naturheilpraxis 08/2020

Erschienen am 03. August 2020