Chronische Fehlernährung kann bei Männern zu den verschiedensten Krankheitsbildern führen. Sie reichen von Immunschwäche und Stoffwechselstörungen über Potenzprobleme bis hin zu malignen Erkrankungen.

„Eva griff zum Apfel – Was aber aß Adam? Ein Schnitzel!“ Männer essen anders als Frauen. Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Männer, die allein leben, erheblich mehr Fleisch und Weißmehlprodukte zu sich nehmen als Männer, die mit einer Partnerin zusammenleben. Wenn Frauen kochen, kommen im statistischen Durchschnitt mehr Obst und Gemüse und damit basenreichere Lebensmittel auf den Tisch als in männlichen Singlehaushalten. Überfliegt man in einschlägigen Werken zum Fasten und zur basischen Ernährung die Listen mit den besonders säurebildenden Lebensmitteln, findet sich darunter eine Fülle an Esswaren, die gerade Männer besonders gerne mögen und denen sie auch häufig zusprechen: Fleisch und Wurstwaren, Eier in allen Zubereitungsformen, Nudeln, Pizza, Pommes, Kuchen, Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten. Viele dieser Lebensmittel sind hochkalorisch und eiweißreich; beides kommt zwei typischen Bedürfnissen des männlichen Stoffwechsels entgegen: Zum einen dem höheren Kalorienbedarf im Vergleich zu Frauen und zum anderen der Notwendigkeit, ihre umfangreichere Muskelmasse durch eiweißreiche Nahrung regenerieren zu können. Weitere Säurebildner, die nicht mit Ernährung, sondern mit dem privaten und beruflichen Lebensstil zu tun haben, sind Stress, Bewegungsmangel, zu wenig Schlaf, unterdrückter Ärger – vor allem im Job – und ein übertriebenes Kraft- und Ausdauertraining. Dann gehen Vitamin- und Mineralstoffdepots kräftig in die Defizitzone. Stoffwechselprozesse geraten ins Stocken und pathogenetische Reihen entstehen, an deren Ende Infektanfälligkeit, ein metabolisches Syndrom, Potenzstörungen oder sogar maligne Erkrankungen stehen können. Alle Organe, auch die des Immunsystems, ferner der Bewegungsapparat, die Haut und Schleimhäute entwickeln auf der Zellebene schwere Funktionsstörungen. Und zwar umso stärker, je länger die chronische Fehlernährung andauert. Die Folgen einer jahre- und oftmals jahrzehntelangen Säureüberlastung lassen sich deshalb am besten über drei Schienen behandeln: Regeneration und Revitalisierung der säuregeschädigten Zellen, Auffüllen der unterversorgten Vitamin- und Mineralstoffdepots sowie eine langfristige Umstellung auf eine zwar durchaus nicht eiweißarme, in der Summe aber basenreiche Ernährung.