Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern und bestimmte Herzklappenerkrankungen zählen zu den häufigsten Schlaganfall-Ursachen. Jeder fünfte Schlaganfall ist auf Vorhofflimmern zurückzuführen.

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn, die zu einem Mangel an Sauerstoff und Glukose führt. Es kommt zu einem Absterben von funktionellem Gewebe. Synonyme für den Schlaganfall sind Apoplex, Apoplexia cerebri, apoplektischer Insult und zerebraler Insult. Beim Schlaganfall werden zwei Formen unterschieden:

  1. Ischämischer Schlaganfall oder Hirninfarkt (80%)–akuteMinder-/Mangeldurchblutung
    Bei einem ischämischen Schlaganfall versperren ein Blutgerinnsel (Blutpfropf) oder Ablagerungen (Arteriosklerose) in einem Gefäß die Blutversorgung des Gehirns.
    Risikofaktoren: Hypercholesterinämie, Rauchen, Hypertonie, Diabetes mellitus, Adipositas, metabolisches Syndrom, erhöhter Lipoproteinwert und die absolute Arrhytmie
  2. Hämorrhagischer Schlaganfall (20%)–Hirnblutung
    Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall kommt es zu einer Einblutung in das Gehirngewebe (= intrazerebrale Blutung) oder zu einer Einblutung zwischen die innere und mittlere Gehirnhautschicht (= Subarachnoidalblutung).
    Risikofaktoren: Gefäßmissbildung (Aneurysma), Störung der Blutgerinnung, Bluthochdruck (Hypertonie) und ein ischämischer Insult

Screening mit dem FAST-Test

Das Akronym FAST steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit, d. h. das schnelle Wählen des Notrufs 112). Der FAST-Test ist ursprünglich für die Rettungsdienste entwickelt worden und findet dort weitgehend Verwendung. Es können auch medizinische Laien in kürzester Zeit typische Schlaganfall-Symptome überprüfen wie halbseitige Gesichtslähmung, Lähmungserscheinungen einer Körperseite und Sprechstörungen. Ist der Test auffällig, zählt jede Minute.