Der folgende Beitrag verknüpft das Modell der vier Elemente, und daraus abgeleitet der vier Temperamente, mit den kosmischen Aspekten der hermetischen Medizin und den traditionellen Konstitutionstypen. Er zeigt, wie die Paracelsusmedizin auch heute einen wichtigen Beitrag zur Behandlung chronischer Erkrankungen leisten kann.

Die Fragen nach den Ursachen einer Krankheit sind immer auch ein Spiegelbild der Kulturepoche, in denen sie gestellt werden. Entsprechend den unterschiedlichen Antworten fallen auch die Therapievorschläge aus – ein ayurvedischer Arzt wird hier ein völlig anderes Vorgehen empfehlen als ein orthodoxer Schulmediziner westlicher Couleur oder ein Therapeut, der sich der antiken Humoralmedizin verpflichtet fühlt. Wie sehr dies Streit hervorbringen kann, zeigt die aktuelle Diskussion um die Homöopathie. Der Methodenstreit ist jedoch so alt wie die Medizin selbst, und anstatt zu begreifen, dass jeder Weg unter gewissen Umständen seine Berechtigung hat, diskutiert man lieber stundenlang über falsch und richtig, während der Patient leidend danebenliegt.