Schwerpunkt
Naturheilpraxis 12/2020

Der männliche Beckenboden

"Die versteckte Kraft im Mann", dieser Buchtitel beschreibt den männlichen Beckenboden sehr treffend. Er ist ein Kraftzentrum, viermal kräftiger als der weibliche Beckenboden. Männer befassen sich oft erst spät mit dem Beckenboden , meistens nach einer Prostata-, Blasen- oder Darmoperation sowie bei einer bestehenden erektilen Dysfunktion.

Ein Beitrag von Christine Kaffer
Lesezeit: ca. 8 Minuten

Prävention

Präventiv gesehen könnte der Mann viel mehr aus dieser Muskulatur herausholen: Kraftleistung in Beruf, Haus und im Sport, Zentrierung, Stabilisation sowie Potenz. Der gesunde Beckenboden (BB) des Mannes arbeitet reflektorisch, er ist also in fast allen Aktivitäten bzw. Bewegungen miteinbezogen. Nehmen wir zum Beispiel das Husten oder Niesen. Der BB spannt sich dabei in aufrechter Körperhaltung reflektorisch an und verhindert somit, dass ein massiver Druck auf ihn trifft. Das gleiche geschieht beim Heben, Tragen, Hüpfen, Springen, Joggen usw. Tatsächlich spielt der Beckenboden bei allen Sportarten eine nicht zu unterschätzende Rolle in Bezug auf die Körperhaltung, Balance und Kraft.

Dass Männer ihren Beckenboden in entsprechenden Kursen bewusst trainieren, das ist meinerseits mehr ein Wunschdenken als Realität. Warum sich um etwas kümmern, das doch so gut funktioniert? In jungen Jahren ist es häufig ein hoher Tonus im Beckenboden, der zu einer Minderdurchblutung des Beckenraumes und zu Entleerungsstörungen der Blase und des Darmes führt. Die Entstehung von Hämorrhoiden wird dadurch provoziert.

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Naturheilpraxis 12/2020

Erschienen am 01. Dezember 2020