Der Ingwer, meist als Gewürz bekannt, ist eine altbewährte Heilpflanze, welche auch in der modernen Medizin zunehmend an Bedeutung gewinnt. Als digestionsfördernde Heilpflanze vermag sie die Verdauungssäfte anzuregen und kann so zu einer besseren Aufschließung der Nahrung und deren Resorption führen. Darüber hinaus ist Ingwer in der Lage, die reisebedingte Übelkeit und jene, welche durch Chemotherapien bei Krebspatienten verursacht wird, günstig zu beeinflussen.

Die Heimat der Ingwerpflanze ist ungewiss, wenn es auch Hinweise dafür gibt, dass die Herkunft des Ingwers der Bismarck-Archipel in Papua-Neuguinea ist. Ingwer wird seit Jahrhunderten in Indien und China kultiviert, jedoch auch in anderen Gebieten der Tropen und Subtropen angebaut. Die Ingwerpflanze wird vor allem als Gewürz gehandelt.

Als krautige Pflanze gedeiht der Ingwer am besten auf nährstoffreichem Boden und im warmen Klima. Er ist nahe verwandt mit Kardamom und Kurkuma. Der oberirdische Teil des Ingwers hat einen schilfartigen Habitus mit bis zu 20 cm langen lanzettlichen Blättern und kann eine Wuchshöhe von 70 bis 140 cm erreichen. Der Wurzelstock, das Rhizom des Ingwers, welches auch als Knolle bezeichnet wird, wächst horizontal im Boden und verzweigt sich geweihartig. Aus den dicken kurzen Gliedern entsteht der Scheinstängel, der über einen Meter lang wird.