Fachforum
Naturheilpraxis 10/2018

Der Einfluss unserer Ernährung auf das Immunsystem

Unsere Ernährung spielt eine große Rolle für das körpereigene Immunsystem, da auch die Darmflora einen wichtigen Teil der Abwehr darstellt. Zahlreiche Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) sorgen für die Funktion der Immunzellen und die Neutralisierung angreifender Fremdstoffe. Diese Vitalstoffe können wiederum nur bei einer guten Darmflora vom Organismus aufgenommen werden. Es ist wichtig, die Zusammenhänge zu verstehen, um die eigene Gesundheit zu fördern. Ein gutes Immunsystem ist die Voraussetzung für unsere Gesundheit und für eine gute Leistungsfähigkeit

Ein Beitrag von Dr. med. Edmund Schmidt und Nathalie Schmidt
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Die wichtigsten Funktionen unseres Immunsystems

Unser ganzes Leben lang bewegen wir uns in einer Umwelt, die vielfältige Aggressoren für unsere Gesundheit bereithält. Bakterien, Pilze und Viren kommen überall vor und nutzen unseren Körper, um sich zu vermehren und zu gedeihen. Der menschliche Organismus wird von fremden Krankheitserregern angegriffen, kann Schaden nehmen und im Extremfall auch zugrunde gehen. Davor schützt uns das körpereigene Immunsystem, welches auf zwei unterschiedlichen Wegen funktioniert: Auf der einen Seite gibt es Abwehrzellen, die direkt die Eindringlinge attackieren und zerstören. Diese Art der Immunreaktion ist sehr schnell, jedoch unspezifisch und daher nicht ausreichend gegen hoch spezialisierte Erreger. Auf der anderen Seite gibt es ein hochspezifisches, allerdings langsameres Abwehrsystem, welches jeden Erreger eliminieren kann. Bei diesem Weg der Immunabwehr nehmen bestimmte Zellen des Immunsystems Kontakt mit dem Erreger auf und geben die Informationen über ihn an die nahegelegenen Lymphknoten weiter. Dort werden dann ganz spezielle Antikörper gegen den Eindringling sowie Gedächtniszellen gebildet. Dadurch ist der Organismus bei einem neuerlichen Kontakt mit dem Erreger in der Lage, diesen schnell mit hoch spezialisierten Antikörpern zu bekämpfen. Diese Immunfunktion erklärt auch die Wirkung einer Impfung, bei der im Wesentlichen Gedächtniszellen ausgebildet werden.

Die Abwehr freier Radikale ist jedoch ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems. Freie Radikale sind chemische Strukturen, denen ein Elektron verloren gegangen ist, wodurch sie zum sogenannten Radikal werden. Durch das fehlende Elektron ist in der Struktur die Harmonie verloren gegangen. Im Bestreben, diese wiederherzustellen, versuchen die freien Radikale, sich Elektronen aus den Bestandteilen der Körperzellwände zu holen oder gar aus Strukturen unserer Erbmasse (DNA). Durch diesen Elektronenraub werden unsere Körperzellen geschädigt, zerstört oder unsere Erbsubstanz verändert, was wiederum zu Mutationen und Krebs führen kann. Um den Körper gesund zu halten, muss ein intaktes Immunsystem die überschüssigen freien Radikale (Oxidantien) abfangen und eliminieren. Wichtig ist hierbei das Wörtchen überschüssig: Denn Oxidantien an sich dienen auch der Abwehr von Krankheitserregern. Sie greifen Bakterien, Viren und Pilze an und unterstützen daher indirekt das Immunsystem.

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Naturheilpraxis 10/2018

Erschienen am 01. Oktober 2018